Kulturkita Logo

Innerhalb des Dortmunder Gesamtkonzeptes für Kulturelle Bildung spielt das Teilkonzept Kulturkita in Dortmund eine entscheidende Rolle. Schon im frühen Kindesalter können Kinder in den Einrichtungen mit dem Schwerpunkt „Kulturelle Bildung“ in vielfältiger Weise sinnliche Erfahrungen machen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Sie können ihren Eindrücken Ausdruck verleihen und sich selbst in vielfältiger und kreativer Weise erleben. Die Kinder lernen ihren Sozialraum kennen, beteiligen sich an Projekten und nutzen Angebote von Kulturinstitutionen, Organisationen und Vereinen, um vielfältige Kunstformen zu erleben.

Mit heutigem Stand, 2023, sind 17 Dortmunder Kindertageseinrichtungen Teil des lokalen Bündnisses, zwei weitere Einrichtung befinden sich in der Zertifizierungsphase. Es wird gesteuert vom Kulturbüro der Stadt in Kooperation mit FABIDO, dem Gisbert von Romberg Berufskolleg sowie Vertreter*innen aus den Einrichtungen in unterschiedlichen Trägerschaften.

Der Zertifizierungsprozess

Um Kulturkita zu werden, durchlaufen die Einrichtungen einen einjährigen Zertifizierungsprozess, bei dem erarbeitete Qualitätsmerkmale zugrunde liegen:
-Zur Orientierung ist der kulturelle Schwerpunkt schriftlich in der Konzeption der Kindertageseinrichtung verankert. Die abgestimmte Jahresplanung ermöglicht Orientierung im Kita-Jahr und setzt Schwerpunkte.
Die Kita arbeitet im Netzwerk der Kulturkitas aktiv mit.
-Um musisch-ästhetische Erfahrungen gewährleisten zu können, müssen entsprechende Materialien und Räume strukturell verankert werden. Den Kindern stehen entsprechend vielfältige und ausreichende Materialien zur Sinneserfahrung und zum kreativen Gestalten, Theaterspiel, Tanzen, Musizieren und Bücher zur freien Verfügung. Mindestens 1/3 der pädagogischen Fachkräfte nehmen regelmäßig an Kursen und Fortbildungen zu Themen der ästhetischen Bildung teil. Einmal jährlich findet eine Inhouse-Fortbildung statt und eine Fachkraft pro Gruppe verfügt über eine Qualifizierung zu Themen der musisch-ästhetischen Bildung.
-Um den Prozess vor Ort sicher zu stellen und sichtbar zu machen, werden die Aktivitäten im Bereich der kulturellen Bildung bereits in der Jahresplanung berücksichtigt. Dabei bringen die Fachkräfte den Kindern verschiedene Techniken, den Umgang mit Materialien, Werkzeugen, Musikinstrumenten und Medien näher. Sie wecken den Spaß und die Freude an Musik, Theater, Tanz, Literatur, Medien und bildender Kunst, gehen auf die Impulse und Neigungen der Kinder ein und betten ihre Erlebnisse sinnvoll in den pädagogischen Alltag ein. Einzelne Projekte werden einmal jährlich dokumentiert.
-Auch externe Angebote und Kooperationen spielen eine entscheidende Rolle. Regelmäßig, im Durschnitt 30 x im Jahr, findet ein Angebot in Kooperation mit Kulturschaffenden oder Einrichtungen der kulturellen Bildung statt. Sie besuchen kulturelle Veranstaltungen, z. B. Theaterstücke, Museen, Kinderkonzerte. Darüber hinaus findet zweimal jährlich ein kulturelles Angebot für Eltern oder Eltern-Kinder statt.
Ist eine Kindertageseinrichtung erfolgreich zertifiziert worden, erfolgt nach drei Jahren die Rezertifizierung, bei der deutlich gemacht werden muss, dass alle oben beschriebenen Qualitätsmerkmale weiterhin umgesetzt werden. Was wurde bisher erreicht, wo soll es in Zukunft hingehen, wie können wir die Eltern weitergehend mit einbeziehen, welche Kooperationspartner entdecken wir im Sozialraum, das sind die zentralen Fragen, mit der sich die Fachkräfte in den Einrichtungen auseinander setzen.